Yoga

Viele Wege und doch nur einer

Yoga verbreitet sich auch bei uns immer mehr und wird mittlerweile auch immer häufiger von Ärzten bei ganz unterschiedlichen Beschwerden empfohlen.

Dennoch stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Menschen nur eine sehr vage Vorstellung davon haben, was Yoga eigentlich ist und wie sie davon profitieren könnten.

Deshalb möchte ich mich in diesem Beitrag einmal ganz grundsätzlich dem Thema Yoga widmen.

Yoga wird mittlerweile überall angeboten, von Volkshochschulkursen über Turnvereine bis hin zu den unterschiedlichsten Yogastudios.

Nicht alles, was unter dem Namen Yoga angeboten wird, kann man seriöserweise als Yoga bezeichnen bzw. man lässt zu, dass der Begriff unendlich erweitert wird.

Was sind die essentiellen Merkmale und Vorteile von Yoga?

  • Ich lerne, mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren.
  • Ich lerne meinen Atem kennen, lerne ihn zu vertiefen und ganz bewusst einzusetzen.
  • Ich akzeptiere Yoga als einen beständigen Weg, niemals als etwas Fertiges.
  • Durch die Praxis der verschiedenen Haltungen und Bewegungen wird mein Körper kraftvoller, geschmeidiger und koordinierter.
  • Ich lerne, mich ganz bewusst zu entspannen.

Welche Form von Yoga für dich dafür die geeignetste ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.:

  • Wünschst du dir eher eine Praxis, in der du körperlich stark gefordert wirst?
  • Wünschst du dir eher eine ruhige Praxis, die dich vor allem in die Entspannung führt?
  • Ist dir die Lehrerin/der Lehrer sympatisch?
  • Hast du bestimmte Beschwerden, auf die die Praxis abgestimmt werden sollte?
  • Wünschst du dir eine Anleitung für deine regelmäßige eigene Praxis zuhause?

Zugegeben, es ist nicht unbedingt leicht, genau die richtige Anleitung für sich zu finden.
Aber: es lohnt sich zu suchen und evtl. erst einmal Verschiedenes auszuprobieren!

Immer wieder kommen Menschen zu mir, die sagen, “ich würde ja gern Yoga machen” bzw. “ich habe Yoga ausprobiert, aber …”

Die häufigsten Begründungen, die ich dann höre, sind inhaltlich sehr ähnlich und bedeuten entweder “es hat nicht so gepasst” oder “ich wurde nicht individuell / meinen Beschwerden entsprechend unterwiesen”.

Yoga ist eher eine Lebensweise und kann sehr unterschiedlich praktiziert werden.

Du wirst so viel mehr davon profitieren, wenn du deinen, dir im Moment entsprechenden Stil findest.

Dein Yoga darf und soll sich entwickeln und mit deinen Fortschritten oder anderen Lebensumständen verändern. Nur so wirst du gleichzeitig zu viel mehr Kraft, Gelassenheit, Ruhe und Entspannung finden.

Vorteile von Yoga im Personal Training

Nun biete ich schon seit einiger Zeit Yoga im Personaltraining bzw. als Yogatherapie an und merke dabei selbst, wie wunderbar es ist, wirklich ganz individuell auf die verschiedenen Menschen eingehen zu können.

Für besonders wichtig halte ich eine individuelle Betreuung für Menschen, die

  • erst mit Yoga beginnen, denn Yoga ist eben etwas ganz anderes und gleichzeitig viel mehr als jeder Sport.
  • spezielle körperliche Beschwerden haben.
  • in fortgeschrittenem Alter mit Yoga beginnen wollen (wobei sich Yoga richtig dosiert und angespasst wirklich für jede/n in jedem Alter sehr gut eignet!).
  • sportlich ehrgeizige Menschen

Ein – ganz normaler, menschlich sehr verständlicher – Leistungsvergleich mit anderen Teilnehmern einer Yogaklasse ist absolut kontraproduktiv.
Dazu möchte ich einen bekannten indischen Yogalehrer (1938-2016) zitieren:

Wohin kommt man durch Yoga?
Durch Yoga geht man nur auf sich selbst zu, nirgendwo anders hin kann es gehen.
Man hat sich von sich selbst entfernt, und Yoga bringt einen zurück zu sich selbst.
Das ist alles.

Dabei sei nicht verheimlicht, dass die Yogaübungen mitunter äußerst anstrengend und herausfordernd sind, doch gleichzeitig werden eben auch der Geist und die Psyche geschult und schließlich entspannt.

Ich selbst praktiziere Yoga seit über 20 Jahren regelmäßig, weil es mir in so vielfältiger Hinsicht gut tut, aber ursprünglich der letzte (und erfolgreiche) Versuch war, die Funktion und Belastbarkeit meines bereits Ende der 70-iger Jahre und danach noch mehrfach verletzten Knies wieder zu verbessern. Was hatte ich nicht schon alles probiert, insbesondere viel Krafttraining! Nur mit Hilfe von achtsamer Yogapraxis habe ich es entgegen ärztlicher Meinung geschafft, bis heute wieder schmerzfreie, voll bewegliche und gut belastbare Knie zu haben.

Inzwischen konnte ich schon bei vielen Menschen mit dem ein oder anderen Problem der körperlichen oder psychischen Art durch die Hinführung zur regelmäßigen Yogapraxis regelrechte Aha-Erlebnisse hervorrufen.

Wenn du also mal Yoga ausprobieren möchtest oder schon ausprobiert hast, wundere dich nicht, wenn die ersten Erfahrungen nicht unbedingt positiv sind. Es gibt viele Arten, Yoga zu praktizieren und auch die Beziehung zum Yogalehrer sollte eine angenehme und vertrauensvolle sein. Wenn die “Chemie” nicht stimmt, suchst du besser weiter. Das ist völlig in Ordnung.

Wenn es auf Anhieb klappt, umso besser!

Für konkrete Fragen kannst du mich auch gern jederzeit kontaktieren. Und auch für Hinweise oder Erzählungen von deinen persönlichen Erfahrungen bin ich dankbar.

In diesem Sinne
Namasté

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