Faszienyoga

Unser Fasziennetz wird sehr treffend als 6. Sinnesorgan bezeichnet.
Etwa 20% unseres Körpervolumens ist Bindegewebe, und nichts anderes sind die Faszien. Nur wenn wir unser Fasziennetz geschmeidig halten, können wir schmerzfrei bleiben oder wieder werden. So beruhen z.B. Rückenschmerzen in erster Linie auf Verklebungen und Verfilzungen des Bindegewebes.

Besonders gut lassen sich unsere Faszien im Yoga trainieren, formen und geschmeidig erhalten. Für ein besonders effektives Myofasziales Training werden die Yogahaltungen überwiegend dynamisch auf ganz spezifische Art ausgeführt. Wir schütteln, wippen, drehen, dehnen und gehen hier ganz spielerisch mit den verschiedenen Asanas um.

  

Diese Art, Yoga zu praktizieren, ist für jede*n in jedem Alter und jedem aktuellen körperlichen Zustand geeignet und jede*r kann durch regelmäßiges Üben sehr davon profitieren.

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über mich

Ich heiße Christine Hector, wurde 1958 in Berlin geboren und wohne nun in Saarlouis.

Solange ich denken kann habe ich mich sehr gern und viel bewegt.

Das Interesse an der Theorie dahinter hat sich schon in meiner Jugend entwickelt. Nach Ballett und Kinderturnen bin ich beim Roll- und Eiskunstlauf gelandet und habe dort auch schon das Training einer Kindergruppe übernommen.
Weil ich viel Spaß daran hatte, entschied ich mich nach dem Abitur für ein Lehramtsstudium, um meine Interessen und Hobbies miteinander zu verbinden: Sport und Chemie.

Ich war fasziniert von Anatomie, Physiologie und Trainingslehre und so wuchs auch mein Interesse an den Problemen, die durch mangelnde oder falsche Bewegung entstehen, im Laufe dieses Studiums, das ich in Saarbrücken und Münster absolvierte.
Schon mit 20 Jahren erlitt ich eine erste schwere Knieverletzung, die damals leider völlig falsch behandelt wurde. So kam es, dass ich mich besonders intensiv für den orthopädischen Bereich der Sportmedizin interessierte und mich in diesem Bereich auch immer weiter fortgebildet habe.

Parallel dazu galt mein großes Interesse immer der Ernährung, was sich mit der Geburt meiner ersten Tochter 1985 noch verstärkte.

Die Erkenntnisse zu individuellen Trainingsmethoden haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur stark verändert, sondern auch sehr verbessert. Mit meinem heutigen Wissens- und Erfahrungsschatz hätte ich meine früheren Verletzungen deutlich leichter und besser überwinden können. Weder Ärzte noch Physiotherapeuten konnten mir damals wirklich weiterhelfen.

Mir persönlich hat erst die Hinwendung zum Yoga den entscheidenden Erfolg gebracht.
Zunächst war ich gegenüber vielen Übungen, die beim Yoga praktiziert werden, sehr skeptisch, denn manche dieser Bewegungen passten nicht zu dem, was ich in Studium und Fortbildungen gelernt hatte.
Andererseits war ich an einem Punkt angekommen, an dem ich durch herkömmliches Kraft- und Rehatraining keinen Fortschritt mehr erzielen konnte, sondern zunehmend Probleme mit beginnender Arthrose bekam. Ein konsultierter Orthopäde riet mir damals – ich war gerade 40 geworden – möglichst nur noch im flachen Gelände Fahrrad zu fahren und von allen weiteren sportlichen Aktivitäten möglichst abzusehen. Das wollte ich aber nicht akzeptieren.
Also nahm ich mich quasi selbst als Versuchskaninchen und fing an, mich intensiv mit Yoga zu beschäftigen und mit der Zeit zeigten sich die positiven Effekte immer deutlicher. Ich bin überzeugt, dass es mir – hätte ich den Rat dieses Orthopäden befolgt – heute weder körperlich noch psychisch gut ginge.
Durch die praktische und zunehmend auch theoretische Beschäftigung mit Yoga bemerkte ich endlich Fortschritte an meinem Problemknie und fand nebenbei auch langsam zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit.

Dabei folge ich weder bei mir noch bei meiner Arbeit mit anderen Menschen einem bestimmten Yogastil, sondern habe meine eigene Richtung entwickelt, die immer die Achtsamkeit für die Gesundheit und eine zielgerichtete körperliche Entwicklung im Auge behält.

Viele Jahre haben das Funktionelle Training und Yoga bzw. Mobility-Training meine Arbeit geprägt, bis 2015  ein weiterer Baustein dazu gekommen ist: das Faszientraining.
Anfangs habe ich dies nur als eine weitere Modeerscheinung der Fitnessbranche abgetan. Ich dachte: „Faszien? Davon habe ich doch vor Jahrzehnten schon in meinem Studium gehört. Das ist doch nichts Neues.“
Irgendwann siegte dann aber meine Neugier und ich wollte mehr über das neue Interesse an diesen Fasern erfahren, die wirklich alles in unserem Körper umhüllen und miteinander verbinden. Nach einer ebenso intensiven wie erhellenden Fortbildung war ich mir dann sicher, dass das Faszientraining auf jeden Fall die 3. Säule in meinem Konzept sein soll.

Funktionelles Training , Faszientraining und Yoga ergänzen sich optimal,
um fit und jugendlich zu bleiben und auch, um Osteoporose vorzubeugen.

Und mittlerweile habe ich sogar mein eigenes, integriertes Trainingskonzept entwickelt: MYOFAMO®
Es bedeutet, dass Muskel-, Faszien- und Mobility-Training miteinander eine Einheit eingehen, weil wir unseren Körper nur mit einem umfassenden, Schwächen, Überlastungen und Dysbalancen ausgleichenden Training auf Dauer gesund und leistungsfähig erhalten können.

Dieses schöne Aha-Erlebnis wünsche ich auch dir und unterstütze dich gerne dabei.

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Myofasziales Training

myofaszial bedeutet: Muskeln und Faszien betreffend

Unsere Faszien lassen sich auf sehr unterschiedliche Weise trainieren, je nach Zielsetzung, Bedürfnissen und Vorlieben. Sie sind in ihrer Funktion eng mit unseren Muskeln verbunden.

Das myofasziale Training trainiert keine Muskeln isoliert, es trainiert und formt Bewegungen anhand des globalen Netzwerkes unseres Körpers. Dies kann mit den inzwischen gut bekannten Rollen, aber auch durch dynamische Bewegungen, durch Yoga, unter Einbeziehung verschiedener Kleingeräte und auch auf einem Board an Land oder auf dem Wasser ganz individuell erfolgen. 


In 
den letzten Jahren wird zunehmend die Bedeutung unseres größten Körperorgans, des Fasziennetzes, erforscht. Wie konnte man nur so lange in der irrigen Meinung verharren, es hätte keinen tieferen Nutzen? Dieses Bindegewebenetz umspannt uns nicht nur unter der Haut komplett, sondern auch alle Muskeln, Organe und Gefäße und verbindet diese untereinander.

Der Blick auf einzelne Muskeln mit isolierten Fähigkeiten wird nun mehr und mehr auf das gute Zusammenspiel über ganze Muskelketten erweitert. Was macht die Muskelkette zur Kette? Es sind die Faszien, welche alle Gewebe im gesamten Körper miteinander verbinden, und in denen darüber hinaus auch viele Nerven münden.

Faszien bestehen hauptsächlich aus Kollagen und Wasser.

Nicht nur durch mangelnde Bewegung, sondern auch durch Stress oder Ängste vertrocknen und verfilzen unsere Faszien regelrecht. Dem gilt es entgegen zu arbeiten, um ihre Elastizität und physiologische Funktionsweise wiederherzustellen bzw. zu erhalten.

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